Hockstübli ade

Hockstübli ade,

Hockstübli ade,
Bienen summen weiter
Mohn gibt's auf dem Felde
das stimmt uns heiter

 

Das traditionelle Hockstübli ist nach über 30 Jahren gestorben. Neu befindet sich dort das Lochergut Bistro. Es ist nur tagsüber offen, was äusserst vorteilhaft ist, weil man dann nicht mehr in Versuchung kommt dort eines oder mehrere zu kippen.

Konsultierte Literatur für diesen Bericht:

Erlebnissberichte jüngeren Datums: http://www.nzz.ch/von-vorgestern-1.10571537

Bilder mit VIP Menschen: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1416267981956299.1073741829.1398644557051975&type=3

http://www.gedicht-schreiben.de/

Erfolgreiche Unternehmenskulturen

Grosse Diversität an Kompetenzen, individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten von Mitarbeitern zahlt sich aus. Zahlreiche neuere Studien belegen, dass eine hohe Diversität in der Firmenkultur innerhalb einer Unternehmung einen nicht zu unterschätzenden Erfolgsfaktor darstellen. Während in der Vergangenheit der Erfolg eines Unternehmens auf Konformität und Anpassung ausgerichtet war, zeichnet sich im Zuge der Globalisierung mehr und mehr die Vielfalt im Betrieb in Form von Erfolg und Gewinn ab. Die Vielfalt an Kulturen und Kompetenzen und verschiedenen anderen Ausprägungen von Mitarbeitern hilft uns Märkte besser zu verstehen, um langfristig erfolgreich zu bestehen. Der BLC (BusinessLunchClub) setzt Trends und hat seit seiner Gruendung im Jahre 1999 stets grossen Wert auf Vielfalt gelegt. Eine gewisse Ausgewogenheit sei von nöten, betont ein Mitglied, spezialisiert auf interne Streitigkeiten und führt weiter aus: „man fülle nicht den Kruge bis er bricht“. Mit anderen Worten, Teamfähigkeit sei trotz grössten Unterschieden bei den Mitgliedern von grösster Bedeutung. Dies werde bei der Auslese von Mitgliedern auch stets beachtet. Neues KnowHow wurde aktiv gesucht und anschliessend rekrutiert, ausgebildet und in den BLC aufgenommen. In den meisten Fällen sei es den Neumitgliedern gelungen sich langjährig dem Druck und den Anforderungen des BLC’s zu behaupten. In einem Fall sei es trotz rigorosen Vortests und akribisch genauen psychologischen Gutachten vorgekommen, dass das Mitglied ausscheiden musste. Die grosse Vielfalt an Kompetenzen im BLC erklärt weshalb der Erfolg nicht nur national in verschiedenen Sparten, sondern neu eben auch auf europäischen Märkten vonstatten geht. Die zahlreichen internen Workshops, Meetings und Weiterbildungskurse vertiefen neben reinen Fachaspekten auch die gegenseitigen Beziehungen der Mitarbeitern. Die Vielfalt an Kompetenzen, individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten werden bei diesen Anlässen zu jener durchschlagenden Kraft vereinigt, die es braucht um jenen Erfolg zu erlangen, wie es der BLC seit Jahren vormacht.

Entwicklungen und Trends im BLC (www.businesslunchclub.ch)

Der BLC (Business Lunch Club) blickt auf eine traditionsreiche und erfolgreiche Vergangenheit zurück. Die Zukunft verspricht Wachstum und Erfolg. Der BLC (Business Lunch Club) kann auf eine traditionsreiche und erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Seit seiner Gründung im Jahre 1999 hat sich der Club trotz turbulenten wirtschaftlichen Phasen zu Beginn dieses Jahrtausends stets vergrössert: steigende Mitgliederzahlen und steigende finanzielle Umsätze zeugen von einer erfolgreichen Geschäftspolitik.Der BLC war stets bedacht auf Nachhaltigkeit und Kontinuität. Der Finanzminister betont, dass eines der erfolgreichen Konzepte die Einfachheit der numismatischen Grundsätze sei. Er führt weiter aus, dass es seit seiner Amtszeit nie zu finanziellen Engpässen gekommen sei. Auch die jüngst in die Medien geratene Hypothekarkrise in den USA ging am BLC ohne nennenswerten Verlust vorbei. Überhaupt scheint das Unternehmen auf wirtschaftliche Rezession hin immun zu sein. Die Business Prozesse sind seit dem Gründungsjahr dieselben geblieben.Ein Business Process Reengineering war nie nötig gewesen betont ein Mitglied aus den frühen Gründungsjahren des BLC’s, zuständig für interne Unstimmigkeiten. Seit Beginn konnte der BLC sich stets rasch und fexibel an neue Trends anpassen oder viel häufiger sie selbst bestimmen und steuern. Ursprünglich konzentrierten sich die wirtschaftlichen Beziehungen auf den Raum Zürich. Eine solide wirtschaftliche Basis wurde rasch aufgebaut, sodass bereits in den fruehen Jahren dieses Jahrtausends ein eigenes solides Sozialwerk auf die Beine gestellt werden konnte. Es sei aber nicht unerwähnt, dass in jener Zeit ein Partnerprojekt im Raum Solothurn kläglich scheitern musste, da die Anforderungen und Erwartungen des BLC nicht erfüllt werden konnte. Die wirtschaftlichen Beziehungen ausserhalb des Wirtschaftsraums Zürich häuften sich und es entstanden zahlreiche Meetings und Events im nationalen Rahmen, wo der BLC sich landesweit einen gewissen Namen verschaffte. Seit einigen Jahren werden immer mehr Aktivitäten grenzübergreifend getätigt. Als jüngstes Beispiel sei Deutschland erwähnt. Dort kann der BLC in seinem Segment als Marktleader bezeichnet werden. Ein Ausbleiben von regulären Auftritten führt dort bereits zu bedenklichen Anmerkungen der Bewohner. Der BLC hat den nächsten Coup bereits geplant: es zeichnen sich Aktiväten im englischen Sprachraum ab. Der BLC plant ab November verstärkt Aktivitäten in Irland zu tätigen. Eine Delegation wird dort bei einem Kick-Off Meeting versuchen die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wohin führt die Zukunft des BLC ? Ein zaghaftes Schmunzeln eines auf interne Streitigkeiten spezialisierten Mitglieds, aber mehr war nicht zu vernehmen.

BLC Christmas – ein Vollerfolg!

Der BLC feiert edel und ausgiebig seine verdiente Weihnachtsfeier 2007 oberhalb von Amden im Holzstübli

Die Mitglieder des BLCs waren bereits im Vorfeld der BLC Christmas aufgeregt und ungeduldig. Bis auf den Organisator hatte kein Mitglied Kenntnisse über den Ort des Geschehens. Natürlich gab es Vermutungen und Hypothesen, Diskussionen und Behauptungen, die letztlich nur die Gemüter in nervöse Bahnen lenkte, Ungereimtheiten und Missmut herauf beschwor.
Ein BLC Shuttlebus führte die Mitglieder sicher und wohl auf einer kleinen Alpstrasse in das mitten im Skigebiet von Amden gelegene Holzstübli. Die Wirtsleute und der Koch empfingen uns freundlich und willkommen. Grössere Mitglieder mussten sich aufgrund der geringen Raumhöhe in Demutshaltung begeben. Das heimelige Stübli war äusserst nett dekoriert. Kleine, künstliche Tannenbäume in Winterstimmung, Weihnachtskugeln und natürlich Kerzenlicht brachte uns trotz der herbstlichen Witterung in Weihnachtsstimmung.
Die Menukarte wurde ausgeteilt.. Kaum zu glauben, aber da wird ein 8-Gang Menu serviert!!!!
Ist das möglich im Holzstübli ? Nein, würden Kenner der Szene behaupten. Doch, dies zeigt, dass mancher Insider auch im neuen Jahrtausend mit einfachen Mitteln überascht werden kann.
Wir wollen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten, was uns da an schönem zugetragen wurde:

Apero (Martini, Aigle, Bier)
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1) Amuse-bouche mit Chardonnay von Maluns
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2) Jakobsmuschelcarpaccio mit Salatbouquet
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3) Fenchelcremesuppe mit Tirolerschinken
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4) Scampi auf Rahmsauerkraut und Aceto Balsamico
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Wir wechseln nun von Chardonnay auf Rotwein, Marke: Brunello, BANFI
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5) Seezungenfilet provenzalische Art
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6) Rindsfilet mit Risotto, Gemüsegarnitur und Portweinjus
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7) Kalbsfilet mit Countrykartoffeln, Gemüsegarnitur und „Sauce Huusart“
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8) Orangendessert
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Kaffee, Huuskafi, Espresso, Grappa, u.a.
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Jeder Gang war besser wie der andere! Ein Spitzenkoch hat uns da beglückt!
Seit dem Holzstübli wissen wir, dass es mehr wie 7 Wunder auf der Welt gibt!

Am Ende des Abends schliesslich begann es dann noch zu schneien, offensichtlich hat Petrus unsere stets säuberlich aufgegessenen Teller imponiert. und überzeugt.

Akklimatisation des menschlichen Organismus bei Bergtouren

Was geht im Menschen in der Höhe eigentlich vor?

Dr. François Härri, Member of the Business Lunch Club

Abstract

The main problem for mountaineer in alpine regions is the partial pressure of oxygen. At a height of more than 2500m, most processes forces the adaptation of „flatlanders“ for the actual altitude. In some cases, mountaineers have to walk downwards, otherwise they would die. Fortunately, there are less than 20% of humans population. For all other cases, the acclimatisation takes 3 until 6 days in an altitude of about 4000 m.

In general, we recommend to take enough time for acclimatisation.

Inhalt

1. Einführung
2. Höhenstufen
3. Klimaelemente
4. Physiologische Anpassungsvorgänge
5. Akklimatisationstaktik
6. Akklimatisationsdauer
7. Die akuten Höhenkrankheiten
8. Spezifische Höhenkrankheiten
9. Probleme und Kritik an Trekkingtouren

1. Einführung
Mit zunehmender Höhe nehmen Sauerstoff, Wasserdampfgehalt, Luftdruck, Luftdichte und Lufttemperatur ab. Für den Menschen von grösster Bedeutung ist der abnehmende Sauerstoffpartialdruck. Auf 5500 m Meereshöhe
ist nur mehr halb soviel Sauerstoff in der Luft wie auf Meeresniveau.

2. Höhenstufen
Die Veränderungen mit zunehmender Meereshöhe erfordert beim Anstieg in die Höhe unzählige Adaptationsreaktionen im menschlichen Organismus.

Hinsichtlich dem Grad der Adaptationserscheinungen unterscheidet man 3 Höhenstufen:

a) Mittlere Höhen (1500 m -2500 m)
Bis zu einer Höhe von 2500 m ist eineAufsättigung des Blutes mit Sauerstoff von über 90 % gegeben. Dies bedeuted, dass der menschliche Organismus bis zu dieser Höhenlage annähernd diesselbe Beladung von Sauerstoff mittels Hämaglobin erreicht, wie in tieferen Talregionen. Eine akute Höhenkrankheit errscheint in diesen Höhenlagen praktisch nicht.
Verminderte Leistungsfähigkeit (bis zu 5 %) und verstärkte Atmung in den ersten Tagen des Aufenthaltes, stellen die einzigen Einschränkungen dar.

b) Große Höhen (2500 m -5300 m):
Der Übergangsbereich zwischen mittleren und großen Höhen wird als Schwellenbereich bezeichnet. Ab dieser Schwellenhöhe
muss sich der menschliche Organismus gezielt an die veränderten physikalischen Gegebenheiten anpassen. Die aterielle Sauerstoffsättigung liegt in großen Höhen unter 90 %, wodurch bei Anstrengung und im Schlaf in solchen Höhen
die Hypoxämie verstärkt wird.

c) Extreme Höhen (_5300 m/5400 m):
Der menschliche Organismus kann sich nur bis zu einer Höhe von ungefähr 5400 m (luftdruckabhängig) vollständig anpassen.
Der menschliche Lebensraum beginnt ab dieser Höhe aufzuhören. An keinem Ort der Welt liegen Dauersiedlungen überhalb von 5400 m. Höhenlagen überhalb dieses Wertes werden auch als Todeszone bezeichnet. Ein zu langer
Aufenthalt in dieser Zone führt zu fortschreitenden Beeinträchtigungen aller physiologischen Funktionen, bis hin zum Tod. Glücklicherweise liegt der Alpenraum unterhalb der extremen Höhen. Der menschliche Organismus ist also in der Lage sich beispielsweise auf dem Matterhorn vollständig den physikalischen Umgebungsbedingungen anzupassen.

3. Klimaelemente

Mit zunehmender Höhenlage ändert sich die Dosis der Klimaelemente. Im folgenden werden die wichtigsten Klimaelemente vorgestellt, die den Menschen in der Höhe beeinflussen:

a) Sauerstoffpartialdruck
Luft ist ein komprimierbares Gasgemisch. Der Luftdruck eines Ortes wird durch das Gewicht der darüberliegenden Luftmassen bestimmt. Das Kompressionsverhalten der Luft ist der Grund für den mit zunehmender Höhe exponentiell abnehmenden Luftdruck. Bis etwa 9000 m Höhe ist die Zusammensetzúng der Luft, durch die ständige wärmebedingte Durchmischung nahezu gleich, also 20 % Sauerstoff und der verbleibende Teil hauptsächlich Stickstoff. In
kleinen aber physikalisch bedeutenden Anteilen treten C02 und Edelgase auf.
Die volumetrischen Anteile verhalten sich gleich wie die Partialdrücke (Gesetz von Dalton).

Da die Luftzusammensetzung konstant ist, sinkt der Sauerstoffpartialdruck mit zunehmender Höhe im gleichen Umfang, wie der Gesamtluftdruck. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass nicht von gleichen Sauerstoffpartialdrücken
für eine bestimmte Höhe ausgegangen werden kann. Je nach Temperatur, Jahreszeit und je nach geographischer Ausrichtung variiert der Sauerstoffpartialdruck.
So ist zum Beispiel bei wärmerer Lufttemperatur und einer geographischen Nähe zum Äquator ein höherer Sauerstoffpartialdruck gegeben.

Der mit zunehmender Höhe geringer werdende Sauerstoffpartialdruck in der Aussenluft bedingt einen erniedrigten Sauerstoffdruck im Bereich der Alveolen, wodurch es in großen Höhen zu einer Abnahme der Sättigung des
ateriellen Blutes mit Sauerstoff kommt.

b) Wasserdampfgehalt der Luft
Der Wasserdampfdruck nimmt mit zunehmender Höhe ab. In 2000m Höhe ist der Wasserdampfgehalt der Luft im Mittel auf die Hälfte des Wertes in Meereshöhe abgesunken. Die kalte und trockene Luft in der Höhe führt zu einem verstärkten Flüssigkeitsverlust über die Atemwege. Dazu sind vor allem bei geringer Luftfeuchtigkeit und tiefen Temperaturen,
erhebliche Mengen an Wasser notwendig. Beim Bergsteigen und Trekken in großen Höhen wird nicht nur ständig kalte und trockene eingeatmet, sondern es werden auch wesentlich grössere Luftmengen ventiliert, so dass in kurzer
Zeit große Wassermengen nur für die Luftbefeuchtung benötigt werden. Man spricht von bis zu 6 Liter pro Tag!

Ein hoher Verlust an Körperflüssigkeiten führt zur Bluteindickung und in der Folge zu einer O2-Mangelversorgung in der Peripherie. Jeder akute tägliche Körpergewichtsverlust beruht auf zu starken Flüssigkeitsverlust,
was dementsprechend eine Verminderung der Ausdauerleistung bewirkt.

c) Lufttemperatur
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Temperatur linear um ca. 6 bis 9 Grad pro 1000m Höhenzunahme abnimmt. Diese Angabe gilt jedoch nicht für den bodennahen Bereich. Hier wird der Temperaturgradient ganz wesentlich von der Sonneneinstrahlung, der Luftfeuchtigkeit, dem Wind und der geographischen Lage beeinflusst. Dies führt dazu,, dass zum Teil in 7000m hohen Gletscherbecken ohne weiteres Temperaturen im Bereich von 30°C gemessen werden.

d) Luftdichte
Wie bereits erwähnt, lässt sich die Luft als Gasgemisch komprimieren. Das Ausmaß der Kompression ist abhängig vom Gewicht der darüber lastenden Luftsäule. Das heisst, dass die Luft auf Meeresniveau stärker komprimiert ist, als in der Höhe. Da die Luftzusammensetzung in beiden Fällen gleich ist, weist die Luft in Meereshöhe im gleichen Volumen mehr Gasmoleküle auf, d.h. die Luft ist dichter. Luft mit geringerer Dichte hat eine geringere Viskosität. Dies führt dazu, dass sie leichter fließt. Dies ist der Grund, weshalb in großen Höhen bei gleicher Atemarbeit wesentlich größere Luftmengen ausgeatmet werden können, wie vergleichsweise in tieferen Erdregionen.
Wie bereits erwähnt nimmt der Sauerstoffpartialdruck mit zunehmender Höhe ab. Je höher man gelangt, desto grösser wird
der Sauerstoffmangel. Diese Sauerstoffunterversorgung des menschlichen Organismus stellt eine Form der Hypoxie dar. Die höhenbedingte Sauerstoffunterversorgung bezeichnet man dementsprechend auch als hypobare Hypoxie, wobei zwischen einer
akuten und einer chronischen Hypoxie unterschieden wird.

4. Physiologische Anpassungsvorgänge
Unmittelbar nach Erreichen einer ungewohnten Höhenlage erfolgt physiologisch eine Akutreaktion (=eigentliche Akklimatisationsvorgang). Diese überbrückende Akutreaktion wird oft auch als Sofortadaptation umschrieben.
Nach einer bestimmten Zeitspanne (=Akklimatisationsdauer) geht die Akutreaktion unterschiedlich rasch und stufenlos in eine dauerhafte Akklimatisation über.
Dabei nähern sich fast alle physiologischen Funktionsänderungen den Normalwerten wieder an, und der menschliche Organismus ist auf einem niedrigeren Leistungsniveau erneut belastbar. Dieser Prozeß mit seinen unterschiedlichen
Anpassungsphasen stellt den sogenannten Akklimatisationsmechanismus dar.

Man unterscheidet vier Phasen im gesamten Akklimatisationsvorgang:

a) Phase 1 beschreibt das Erreichen einer unangepassten Höhenlage während der ersten sechs Stunden; sie ist relativ unscheinbar.

b) Phase 2 wird auch als Adaptationsphase bezeichnet. Sie umfasst den Aufenthaltszeitraum zwischen sechs Stunden und sieben Tagen in ungewohnten Höhenlagen. Innerhalb dieser Periode vollzieht sich der eigentliche Akklimatisationsvorgang, wodurch alle ventilatorischen, zellulären, hämatopoetischen und renalen Änderungen
in dieser Phase geschehen. Höhenkrankheiten kommen nahezu ausschliesslich, gleich welche Erscheinungsform, in dieser Phase zum Vorschein.

c) Phase 3 wird die Akklimatisation abgeschlossen. Diese Phase schließt einen Zeitabschnitt zwischen 7 und 21 Tagen ein. Während dieser Zeit hat sich der menschliche Organismus an die neue Höhanlage (allerdings nur bis
c.a. 5300m) angepasst.

d) Phase 4 beschreibt den weiteren Aufenthalt, in der nun angepassten Höhenlage.
Wie Phase eins ist sie unauffällig, da weder physiologische Veränderungen, noch Höhenkrankeiten in dieser Phase auftreten.

Welches sind die wichtigsten physiologischen Veränderungen die sich bei
einer Adaptationsphase (Phase 2) abspielen ?

a) Hyperventilation
Wie bereits in Tabelle 1 (Kapitel 2.1.) dargestellt bewirkt der herabgesetzte O2-Partialdruck der Inspirationsluft (pIO2) in zunehmender Höhe einen verminderten ateriellen O2-Partialdruck (paO2). Dieser stimuliert über die Reizung der ateriellen Chemorezeptoren (= Carotiskörperchen) das Atemzentrum.
D.h. die Carotiskörperchen im Bereich von Halsschlagader und Aorta messen den reduzierten ateriellen Sauerstoffdruck und geben diese Meldung an das Atemzentrum weiter. Daraufhin inspiriert das Atemzentrum die Atmung, es erfolgt eine unmittelbar durch Hypoxie hervorgerufene Hyperventilation (=hypoxische Atemantwort). Diese Ventilationssteigerung stellt die erste und wirksamste Anpassungserscheinung an große Höhen dar

b) Säure-Base-Haushalt
Die hypoxiebedingte Hyperventilation bewirkt unmittelbar eine Veränderung des Säure-Base-Haushaltes während der Adaptationsphase.
Die gesteigerte Ventilation in großer Höhe veranlasst, dass vermehrt CO2 abgeatmet wird, was zu einem Abfall des ateriellen CO2-Partialdruckes führt.
Der gesunkene CO2-Druck im Blut verschiebt das Verhältnis von Bikarbonat-Konzentration (HCO3) zur Konzentration des physikalisch gelösten Kohlendioxid (CO2) im Blut – es stellt sich eine respiratorische Alkalose ein. Diese respiratorische Alkalose bewirkt eine Gegenreaktion zum gesteigerten Atemvolumen. Die Antriebsfunktion der hypoxiebedingte Hyperventilation wird auf Grund des niedrigen ateriellen Kohlendioxiddruckes verringert, so dass der Atemantrieb gebremst wird. Erst durch eine kompensatorische Bikarbonat-Diurese, die sich in der Folge einstellt, wird nach einigen Stunden die Hyperventilation gänzlich ermöglicht.

c) Pulsfrequenz / Herzminutenvolumen
Die Adaptationsphase lässt sich durch die Messung des individuellen Ruhepulses leicht kontrollieren. Nach Erreichen einer unangepassten Höhenlage steigt die Ruhepulsfrequenz infolge der Akutreaktion auf einen ungewohnt hohen
Wert an. Neben einer gesteigerten Ventilation stellt somit die Zunahme des Herzminutenvolumens bei akutem O2-Mangel eine wichtige Anpassungserscheinung dar. Das Herzminutenvolumen (HMV) wird bestimmt durch das Produkt aus Herzfrequenz und Schlagvolumen (HMV= Herzfrequenz × Schlagvolumen). Aufgrund der starken Pulsfrequenzzunahme erhöht sich folglich auch das Herzminutenvolumen in der kritischen Anpassungsphase.
Das Schlagvolumen ändert sich hingegen nur geringfügig

Eine Rückkehr des individuellen Ruhepulses, sowie des Herzminutenvolumens auf einen, dem Normalwert ähnlichen, Wert, stellt ein sicheres Zeichen für eine abgeschlossene Akklimatisation dar

d). Maximale Sauerstoffaufnahme
In Ruhe und bei submaximalen Belastungen findet kein signifikanter Unterschied der Sauerstoffaufnahme (VO2) gegenüber Tallagen statt. In großen Höhen reduziert sich die submaximale Leistungsfähigkeit im Gegensatz zum Ausdauerleistungsvermögen nur in geringen Maße. Das gesteigerte Atem- und Herzminutenvolumen kompensiert den herabgesetzten Sauerstoffdruck der Einatemluft, so dass das Gewebe ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) hingegen sinkt entsprechend der jeweiligen Höhnelage. Bis zu einer Höhe von 2500m fällt die VO2max lediglich 5 % unter den Normalwert. Ab dieser Höhe vermindert sich jedoch die maximale
Sauerstoffaufnahme um weitere 10 % pro 1000 Höhenmeter, was zu einer starken Einschränkung der maximalen körperlichen Leistungsfähigkeit führt.
Diese Beeinträchtigung des Ausdauerleistugsvermögens, ist keine vorrübergehende Reaktion während der Adaptationsphase. Trotz erfolgreich abgeschlossener Akklimatisation.

Bei langen Höhenaufenthalten zeigen sich zusätzlich Anpassungen auf zellulärer Ebene, wobei sich besonders die Muskelzellen in der Höhe verändern. Innerhalb der Muskelzelle stellen sich die Enzymsysteme (vor allem die Mitochondrien) auf den Sauerstoffmangel ein. Die aerobe Energiegewinnung wird folglich, trotz eines erniedrigten Sauerstoffpartaildruckes, gewährleistet

Akklimatisation wird die maximale Sauerstoffaufnahme umso niedriger bleiben, je höher man sich aufhält

5. Akklimatisationstaktik
Zu diesem Thema einführend erst einmal die drei wichtigsten, grundlegenden taktischen Regeln, die man sich besonders gut einprägen muß.
Je konsequenter man sie beachtet und ihnen folgt, desto besser gelingt auch die Höhenanpassung.

– Nicht zu schnell zu hoch aufsteigen
– Keine Anstrengungen in der Anpassungshöhe
– Eine möglichst tiefe Schlafhöhe einhalten

Diese drei Anhaltspunkte sind natürlich viel zu vage und ungenau um eine Trekkingtour durch hohe Lagen auch wirklich abzusichern. Die wohl entscheidende Frage hier ist ,,Wie schnell ist zu schnell ?“.

Bislang gibt es dafür noch keine allgemeingültige Antwort denn eine für alle Individuen gleichermaßen entsprechende Akklimatisationstaktik konnte bislang jedenfalls noch nicht erstellt werden.

Gesichertes Wissen ist auf jeden Fall, daß die Art des Höhenaufsteigens einen maßgeblichen Risikofaktor für die Höhenstörungen darstellt, auch wenn ein genaues Beziehungsgeflecht zwischen Aufstieg und Höhenproblemrisiko noch nicht in einem ausreichenden Maße geklärt wurde. Dies betrifft auch die folgenden Empfehlungen zur sogenannten optimal protektiven Schlafhöhendistanz.

Als kurzes unterstreichendes Beispiel sei hier noch angeführt, daß Trekkingtouristen, die ihre tägliche Schlafhöhe um ca. 400m nach oben verlegen eine vierfach höhere Höhenkrankheitsrate aufwiesen als solche mit nur 300 m Schlafhöhendistanz.
Im folgenden sind nun die aus jahrzehntelanger Erfahrung resultierenden, weltweit anerkannten Empfehlungen aufgelistet die aufgrund fehlender Studien und Untersuchungen bezüglich dieses Themas lediglich als Richtlinien zu verstehen sind.

Bis zu einer Höhe von 5300 m ist der ausschlaggebende Aspekt für eine Akklimatisation die Schlafhöhe. Dabei ist konkret zu beachten:

  • Nach dem Erreichen der Schwellenhöhe sollten mehrere Nächte auf dieser Höhe verbracht werden.
  • Bei einem kontinuierlichen Aufstieg sollten die täglichen Schlafhöhenunterschied in einem Bereich von 300 m bis maximal 600 m liegen.
  • Pro 1000 Höhenmeter sollte man mindestens 2 Nächte auf derselben verbringen
  • Tagesziele sollten nicht höher als 1500 über dem Nachtlager sein

Um das Höhenakklimatisationskapitel abzuschließen wird jetzt noch kurz auf die Zeichen einer erfolgreichen Akklimatisation eingegangen.
Richtet man sich nach ihnen bzw. überprüft man man sich nach diesen regelmäßig, kann man eventuellen Höhenproblemen vorauswirken.

Akklimatisationszeichen als solche sind nach ,,?“ :

  • eine trainingsgemäße Ausdauerleistungsfähigkeit
  • ein zum persönlichen Normwert zurückgekehrter Puls
  • eine vertiefte Atmung in Ruhe und unter Belastung
  • ein weiterbestehen der periodischen Schlafatmung
  • vermehrtes, vor allem nächtliches Urinieren ( Polyurie )

6. Akklimatisationsdauer

Auch die Akklimatisationsdauer ist individuell abhängig.
Aufstiegsgeschwindigkeit , die absolut erreichte Höhe bzw. bewältigter Höhenunterschied spielen eine ausschlaggebende Rolle. Als grobe Anhaltspunkte kann man sich aber nach folgendem richten:

Für eine Höhe von 4000 m drei bis sechs Tage

Für eine Höhe von 5000 m ein bis zwei Wochen

7. Die akuten Höhenkrankheiten
Man hat festgestellt, daß zwischen den Geschlechtern keine Unterschiede in der Häufigkeit von akuten Höhenkrankheiten bestehen.
Auch der Trainingszustand scheint keine Rolle zu spielen. Kinder und Jugendliche reagieren empfindlicher auf die Höhe, ältere Bergsteiger (z.B. R.Egger) scheinen weniger häufig betroffen zu sein, was mit der »Höhenerfahrung« zusammenhängen kann, weil sie ihre körperlichen Reaktionen besser kennen. Jedoch neigen Personen, die schon einmal an einer schweren akuten Höhenkrankheit litten, eher dazu, wieder akute Höhenbeschwerden zu bekommen. Personen
mit häufigen Kopfschmerzen (z.B. Hr. A. Roose und gewisse Mitglieder des BLC’s!) unter Normalbedingungen sind öfter von der akuten Höhenkrankheit betroffen.

Meistens beginnen die Störungen in einer Höhe um 3.000 bis 4.500 m, wobei je nach Aufstiegsgeschwindigkeit und anderen Umständen bereits ab 2.500 m Symptome auftreten können. Untersuchungen ergaben, daß bei den meisten Bergsteigern die Symptome nach 3 Tagen wieder verschwunden waren.

Bei Bergsteigern mit einer Beschwerdedauer von über 3 Tagen – nach Untersuchungen rund 20% – mußten fast alle ihre geplante Tour abbrechen.

Aus diesen Daten ist zu lernen: Falls die Symptome der akuten Höhenkrankheit länger als ein bis zwei Tage anhalten, muß etwas unternommen werden (z.B. Abstieg, kein weiterer Aufstieg, Ruhetag), um nicht das Ziel der Unternehmung
zu gefährden.

Ursache beinahe aller Störungen ist der zu schnelle Aufstieg in zu geringer Zeitspanne. Der Organismus hat dadurch keine Zeit, Kompensationsmechanismen gegen den gesunkenen Sauerstoffpartialdruck entwickeln zu können.

Bei vielen Bergsteigern, die an Höhenbeschwerden litten, fanden sich drei zentrale Symptome: Eine verminderte Atmung (Hypoventilation) eine Ödembereitschaft (Ödem ist der medizinische Ausdruck für eine diffuse Flüssigkeitsansammlung in einem Gewebe) und eine eingeschränkte Harnbildung (Oligurie).

Die erste Reaktion des Organismus auf die Höhe ist eine Hyperventilation sein. Dabei wird reaktiv der Sauerstoffpartialdruck durch Abatmen von CO2 erhöht.
Man hat nun festgestellt, daß bei Bergsteigern mit Symptomen akuter Akklimatisationsstörungen diese Hyperventilation nicht so stark ausgeprägt ist, wie bei Bergsteigern ohne Symptome. Das heißt also, die ersteren können auf den gesunkenen Sauerstoffpartialdruck in der Einatemluft nicht adaequat und schnell reagieren.
Die Folge davon ist eine relative Untersättigung des Blutes mit Sauerstoff. Der Sauerstoffmangel führt zu Schädigungen der Kapillaren und Membranen, was wiederum den Wasseraustritt ermöglicht – es kommt zum Ödem.

Es scheint, daß in der Höhe eine allgemeine Ödemneigung besteht. So können in der Höhe das Lungengewebe, das Gehirn oder auch die Haut und das Unterhautgewebe (periphere Ödeme) betroffen sein. Periphere Ödeme finden sich meist im Gesicht besonders gut an den Wangen oder an den Tränensäcken zu sehen oder am Handrücken und an den Knöcheln.

Als drittes Symptom findet man bei Bergsteigern mit AHK einen Harnverhalt (Oligurie), das heißt, es wird weniger Urin pro Tag als normal (Urinausscheidung unter Normalbedingungen etwa 1,5 l) ausgeschieden.

Häufig entwickeln viele Bergsteiger ohne Symptome oder auch gut angepaßte Bergsteiger in der Höhe eine sog. Polyurie (das heißt, es wird mehr Harn als gewöhnlich ausgeschieden). So ist die Oligurie oft ein wichtiges, sehr sensibles Symptom für fehlende Akklimatisation (der BLC pflegt aus diesem Grund regelmässige Pinkelpausen, die auch im ausseralpinen Raum durchgezogen werden!).

Kopfschmerzen als weiteres wichtiges Symptom können ihre Ursache in Flüssigkeitsverschiebungen haben, die zu einem gesteigerten Hirndruck führen (gesteigerter Hirndruck entspricht nicht gleich einem
Höhenhirnödem, das sehr selten und meist nur in extremer Höhe vorkommt).

Viele der Kopfschmerzen sind nicht behandlungsbedürftig und verschwinden meist nach wenigen Stunden oder einem Tag in der Höhe. Dennoch sind sie immer ein Anzeichen dafür, daß eine optimale Akklimatisationsstufe
noch nicht erreicht ist.

Deshalb sollte man seine eigenen körperlichen Reaktionen weiter genau beobachten.

Echte Warnsignale sind Kopfschmerzen, die über längere Zeit (länger als 24 Std.) anhalten, »rasende« Kopfschmerzen oder Kopfschmerzen, die mit Aspirin nicht zu behandeln sind.

Noch kritischer wird es, wenn weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Sehschwierigkeiten und Benommenheit hinzukommen.

Häufigste Störungsform ist eine periodisch zu- und abnehmende Atmung mit dem Gefühl, ein Durchatmen sei unmöglich.

Dazwischen können längere Atempausen liegen, was nicht selten auch den Hüttenpartner stark irritiert. Ursache ist die noch mangelnde Einstellung des Atemzentrums auf den Sauerstoffmangel. Darüber hinaus ist die Sauerstoffsättigung nachts schlechter als tagsüber. Diese nächtlichen Atemschwierigkeiten halten meist jedoch nur zwei bis drei Tage an, bis das Atemzentrum reagiert.
Schlafmittel sind mit Vorsicht zu genießen, da bei Einnahme als Nebenwirkung ein weiterer Abfall der Sauerstoffsättigung auftritt. Bewährt haben sich Einschlafmittel, die nur kurz wirken.

Appetitlosigkeit ist ein häufiges Symptom während der ersten Tage auf größerer Höhe, bedingt durch ein unterschwelliges
Übelkeitsgefühl oder Verdauungsstörungen. Appetitlosigkeit muß nicht sofort behandelt werden, außer man kann überhaupt nichts mehr zu sich nehmen.

Periphere Ödeme findet man meist an Fingern, Knöcheln und im Gesicht (Lid und Wangen), eine direkte Therapie ist nicht möglich.
Eine genaue tägliche Überpüfung sollte jedoch durchgeführt werden. Sie geben wie alle anderen Störungen Hinweise auf die noch nicht erreichte Akklimatisation. Beengende Kleidung oder zu straffe Rucksackriemen und enge Schuhe können die Symptome verschlechtern. Periphere Ödeme sollten bei sonstigem Wohlbefinden als Signal aufgefaßt werden, daß
insgesamt eine vermehrte Ödembereitschaft besteht.

Starke Müdigkeit und Leistungsverlust sind durch Sauerstoffmangel in der Muskulatur bedingt. Der Organismus versucht zuerst die lebenswichtigen Organe bevorzugt mit Sauerstoff zu versorgen und drosselt die Durchblutung des
Muskels. Meist zeigt sich in der ersten Phase der Akklimatisation eine deutliche Pulssteigerung. Es ist jedoch schwierig, anhand der Pulsfrequenz das Stadium der Akklimatisation festzustellen, da einzelne Bergsteiger mit akuter Höhenkrankheit durchaus noch normale Pulsfrequenzen aufweisen, während andere überschnell reagieren. Die individuelle Reaktionsschwankung ist hier enorm groß. Ist jedoch die Pulsfrequenz in Ruhe über 100 Schläge (bei Normalwerten
von trainierten Bergsteigern bei 60-70 Schlägen) liegt ein schlechter Akklimatisationszustand vor. Dann ist es erfahrungsgemäß sinnlos, weiter aufzusteigen. Die Anzahl der Pulsschläge soll deutlich unter 90 Schlägen pro Minute
liegen, am besten nicht mehr als 20% über der Normalpulsfrequenz.

Man ist höhenkrank und kann auf keinen Fall weiter aufsteigen. Die einzige Lösung ist nun ein Abstieg um 300 bis 500 Höhenmeter, bzw. soweit, bis eine Besserung eintritt. In der Regel verschwinden viele Symptome nach dem Abstieg erstaunlich schnell.

Zusammenfassend treten folgende Symptome bei der akuten Höhenkrankheiten auf:

  • Kopfschmerzen ( falls sie schwer sind, sind sie auch durch Aspirin Einnahme nicht zu beheben, gäl Thomas Schlegel!)
  • periphere Ödeme
  • Harnverhalt
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Teilnahmslosigkeit

Zu den leichten Symptome gehören folgende :

  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Müdigkeit
  • Schwäche

Das Problem bei der akuten Höhenkrankheit stellt die subjektive Einschätzung bezüglich des Symptoms dar. Was für den einen schon starke Kopfschmerzen bedeuten stellen für den anderen keine großartige Beeinträchtigung dar. Meistens beginnen die ersten Störungen ab einer Höhe zwischen 3000 m und 4500 m, wobei abhängig von der Auftstiegsgeschwindigkeit auch bereits ab einer Höhe von 2500 m Symptome auftreten können.

8. Spezifische Höhenkrankheiten

Das Höhenlungenödem

Die häufigste echte Erkrankung in der Höhe ist das Höhenlungenödem. Man kennt in der Medizin Lungenödeme bei Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Herzrythmusstörungen), bei denen sich Flüssigkeit durch den Rückstau
im Herzen in den Lungenbläschen ansammelt. Das Höhenlungenödem hat andere Ursachen als das Ödem bei Herzerkrankungen. Deshalb waren auch lange Zeit die Therapiearten, die sonst angewendet werden, beim Höhenlungenödem erfolglos.

Bei allen Personen erhöht sich in Höhen ab etwa 3.500 m der Druck im Lungenkreislauf.

Unter Normalbedingungen beträgt er etwa 10 bis 15 mm Hg. Er steigt bei Bergsteigern, die erstmals in die Höhe aufsteigen, auf etwa 30 mm Hg und erreicht bei Bergsteigern mit einem Höhenlungenödem Werte um 60 mm Hg. Die Druckerhöhung führt daraufhin zum Übertritt von Blutplasma durch die geschädigte Membran in die Lungenbläschen. Die Sauerstoffaufnahme wird so behindert, daß es dann zu Atemnot und Atemrasseln kommt. Aus Untersuchungen an einheimischen Personen in Peru und in Colorado wissen wir, daß an die Höhe angepaßte Personen nach einem längeren Aufenthalt auf Meereshöhe und einem schnellen Wiederaufstieg genauso ein Höhenlungenödem entwickeln können wie Bergsteiger bei einem Erstaufstieg. Kinder scheinen empfindlicher zu reagieren und entwickeln eher ein Höhenlungenödem als Erwachsene.
Auch Training und gute körperliche Fitness sind kein Schutz. Dagegen gibt es Hinweise auf eine individuelle Bereitschaft zum Höhenlungenödem:
Spitzenbergsteiger, die in den Alpen alle bekannten Touren durchstiegen haben, entwickeln dagegen im Himalaya in einer gewissen Höhe immer wieder ein Höhenlungenödem!

Das Höhenlungenödem ist nicht – wie oft geglaubt – auf außereuropäische Gebirge begrenzt. Bergsteiger entwickelten genauso häufig in den Westalpen ein Ödem, falls sie gezwungen sind, ohne genügende Anpassung eine Nacht im Biwak zu durchstehen. Sogar Todesfälle sind in Europa bekannt, doch ist die Gefahr wesentlich geringer, da die meisten Touren in den Westalpen nach einem oder eineinhalb Tagen abgeschlossen sind.
Das Höhenlungenödem tritt häufig mit einer Latenzzeit von 12 bis 36 Stunden auf, nach einer Zeit also, in der bereits ein Großteil der Bergsteiger in den Westalpen wieder im Abstieg begriffen ist.

Häufig treffen jedoch mehrere zusätzliche Faktoren zusammen: so geht einem Höhenlungenödem oft eine bis zur Erschöpfung reichende körperliche Anstrengung (bei noch nicht voller Akklimatisation) oder eine Infektion der Atemwege voraus. Am häufigsten entsteht das HLÖ in Höhen zwischen 3.500 bis 5.000 m.

Neben einer starken Atemnot kommt es zu blauen Lippen und beim Ein- und Ausatmen zu Rasselgeräuschen – auch als »brodelnde Atmung« bezeichnet – die oft sogar mit dem bloßen Ohr (auch ohne Stethoskop) zu hören sind. Die blauen Lippen entstehen durch eine gestörte Sauerstoffaufnahme, die in den Lungenbläschen durch die Flüssigkeitsansammlung nicht mehr richtig funktioniert. So können die roten Blutkörperchen nicht mehr vollständig mit Sauerstoff beladen werden, unbeladenes Hämoglobin zeigt sich in den Schleimhäuten als Blaufärbung. In Lippen wie auch anderen Schleimhäuten liegen die Blutgefäße dicht unter der Oberfläche, weshalb diese mangelnde Sauerstoffsättigung dort am besten beobachtet werden kann. Die Rasselgeräusche sind durch die Flüssigkeit in den Alveolen bedingt. Die verminderte Sauerstoffauffnahme führt zu einer stark eingeschränkten Leistungsfähigkeit, oft bis zur Unmöglichkeit
noch selbst absteigen zu können.

Die Therapie besteht in einem sofortigen Abtransport um 500 Höhenmeter nach unten. Erstaunlich ist immer wieder, wie sich nach wenigen Höhenmetern, die abgestiegen werden, die Symptomatik oft sehr schnell bessert. .

Das Höhenhirnödem

Im Vergleich zum Höhenlungenödem tritt das Höhenhirnödem sehr viel seltener auf. Das Höhenhirnödem tritt nur sehr selten in Höhen unter 5.000 m auf. Das Höhenhirnödem ist immer eine akut lebensbedrohende Erkrankung.

Kann man den Betroffenen nicht sofort abtransportieren oder wird die Erkrankung verkannt, endet sie häufig mit dem Tod des Bergsteigers (laut Angaben in der Literatur beträgt die Sterblichkeitsrate über 40%!).

9. Probleme und Kritik an Trekkingtouren

Dieser Punkt befasst sich mit der Problematik der Trekkingtouren, die in ausseralpinen Bereichen (z.B. Himalaya) stattfinden.

Begrenzte Urlaubstage verlangen daß Touren relativ zügig durchgeführt werden. Dabei werden Höhen erreicht wofür man normalerweise einen längeren Zeitraum einplanen müßte. Das gesundheitliche Risiko ist dabei nicht zu unterschätzen.

Zum einen gibt es die anerkannten Akklimatisationsregeln, die für Trekkingtouren eigentlich einem Zeitrahmen von mehreren Wochen verlangen würden. Dem steht jedoch das Problem gegenüber, daß die Touren dann nicht mehr als
Urlaub in Frage kommen.

Die Anbieter sind diesbezüglich einen nach außen hin geschickt wirkenden Kompromiss eingegangen indem sie Touren wie den klassischen Mount Everest Trek in angepasster Dauer anbieten – aber ist dieser unter dem gesundheitlichen Aspekt
wirklich zu tragen?

Reisebericht und Missionserkundungstour Wales

Uebeltäter: Schachu und ehemaliger smoking François

Prompt um 7’45 stand ein sonst fuer dieses Quartier doch eher unueblicher blauer, metalisee VW Jetta an der Eingangstuere unseres Finaciers Jacques Thomas Schlegel in der Scheuchzerstrasse. Der Regen prasselte ungeniert auf den 15 jaehrigen Jetta.

Die Ferien haben begonnen.

So wie das bei Promis ueblich ist, hatten auch wir unseren Termin. Und der lautete 8’45 Autobahnraststaette Wuerenlos fuer den ersten (und letzten) Fototermin. Der Fotografe ist ein sogenannter Key Account Manager einer Garderobenschrankfirma in Zuerich. Er verteilt unter anderem auch die legendaeren „Kurt-Sternen“ des Business Lunch Clubs.

Der legendäre Jetta

Nach einer gemuetlichen „Wuerenlos“-Runde (Alk gibts dort ja eh nicht) verabschiedeten wir uns von Kurt und fuhren schnurstracks Richtung Basel.

Doch das Glueck holte uns schon bald ein, als wir vom Radio vernahmen, dass ein x-kilometer langer Stau von der Grenze rueckwirkend Richtung Zuerich betraechtliche Laengendimensionen annahm. Wir umfuhren Basel (oh weh) und wollten bei Rheinfelden gerade die Grenze passieren, als uns prompt ein Zoellner anhielt und nach Papieren fragte. Sein Instinkt war goldrichtig!

Es war ein alter Jetta, mit 2 komischen Typen. Pech fuer den Zoellner, den es gab einfach keinen Grund diese 2 Typen festzunehmen.
Dementsprechend gab’s auch wieder einmal mehr keinen Grund jenen Zoellner karrieremaessig aufsteigen zu lassen oder ihm Ende Jahr einen Bonus zu gewaehren.

Nun, waren wir also in Deutschland, verkehrten Richtung Frankreich, hops, hops, hops dann ueber die Vogesen und landeten in einer jener Autobahnrestaurants.

Menu 2 war angesagt: Sauerkraut, Rippli, Wachholderbeeren etc. etc.

Der nachfolgende Nachmittag und fruehe Abend war klar: Calais muss erreicht werden…

was wir auch schafften.

An jenem Abend verzog sich der Horizont dunkelrot, was nichts gutes zu bedeuten hatte. Wir, clever genug, befanden 4 km vor Calais und waren aufs aergste vorbereitet. Tatsaechlich: ein Terra-Stau, wie man das ueber Ostern bei uns gewohnt ist. Aber diesmal sind die Kraftwagen nicht mit vergnuegungssuechtigen Insassen uebersaet, sondern mit Arbeitern, die ihre 40 Tonnen irgendwo auf der gegenueberliegenden Insel ablagern wollen. Wir schnurstracks an der Kreuzung neben Polizei vorbei direkt Richtung Gravellines. Gravellines ? … nur soviel: fuer uns ein zweites Mekka … kurz und gut: man muss einmal (warum nicht zweimal) in Gravellines gewesen sein.

Anderntags, wie der dunkelrote Horizont uns am Vorabend bereits schon warnte, auf tueckisch stuermischer See zu den kreideweissen Felsabstuerzen von Dover.

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Ha, Ha, Ha, du faehrst mal wieder nicht links! und aehnliche doofe Bemerkungen vom Beifahrer waren an der Tagesordnung,
der sich da jedes mal amuesierte, wenn man mal wieder Auf der falschen Seite fuhr und ein entgegenkommendes Fahrzeug sich überdurchschnittlich aufmerksam verhielt.

London Umfahrung, waehrend der Rush-Hour: ein Hit .. muss man auch mal erlebt haben.

Die weitere Fahrt zeichnete sich am Himmel ab: Birmingham, Wales, Aberisthwyth.

So erreichten wir Mittelengland und deren Pubs. Der britische Fernsehsender warnte uns morgens frueh, dass da die Linie
Briston – Liverpool überschwemmt sei. Wir haben das natürlich als Herausforderung angesehen, um das zu meistern.

Schachu hatte gleich mal seine Analog Agenda herausgezückt und aus deren Analog Hieroglyphen behauptet, dass das gar kein Problem sei.

Und plötzlich starrte man Berghügel an. Das war Wales. Unsere Fahrt führte Uns in den NW Zipfel von Wales, in die Nationalpark Gegend des Snowdons. Das nächste Problem kommt bestimmt … jawohl unser Jetta quitschte und röchelte immer heftiger. Wir haben Ihn anfangs ignoriert mit der Absicht, dass er mit solchem Aufsehen bei uns kein Erfolg habe. Er setzte sich aber durch. Ein Eingeborener Erklärte uns dass der „Alternator“, sprich „oltrneitr“ (in Frankreich sprich: l’altrnatör) gebrochen sei. Er reparierte uns das für ein paar Pints.

Anderntags wollten wir uns dem Mount Everest von Wales, dem Snowdon, annehmen.

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Hier aus den Tagesnotizen der Analog-Agenda von Schachu:

„Absolut einmalig war doch unser Snowdon! Man glaubt es nicht, aber 1000m Berghoehe bedeuten hier absolut alpine Verhaeltnisse.
Die Wolkenbasis liegt da irgendwie unter der Guertellinie oder tiefer. Wir erlebten hier den wahren Schneesturm. Graupelschnee, fetzten ins Gesicht und schuerften da einige Hautmolekuele aus dem Face in das dunkelgraue luftige Milieu. Aber echt romantisch!
Hicks,…“

Leider fehlen die weiteren Angaben, da die Agenda Spuren irgendwelcher halbverdauten Burgers vom Vorrabend (ich glaube, die Burges wurden in „Dr. Oetis Burgers“ verzerrt, oder ähnlich) die Schriftspuren verwischt haben.

Den Snowdon erfolgreich bestiegen versuchten wir uns mal erst klar zu werden über die Situation. Wir blickten in den inzwischen wieder freundlicher gewordenen Himmel und erfuhren da merkwürdiges. Da stand der BLC Stern klar und Deutlich etwa 45 Grad vom Horizont in südwestlicher Richtung. Er verkündete Nachwuchs beim BLC!

Wir nahmen das ernst und fuhren nach Aberysthwith. Der Abstieg erfolgte im Cambrian Hotel.

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Exkurs: Cambrian zu deutsch: Kambrium. Grosse Gebiete in Wales bestehen Aus Gesteinen aus dem Kambrium. Die Berge hiessen bereits bevor man sich Mit der Geologie beschäftigte „Cambrian Mountains“. Da in den geologischen Wissenschaften die einzelnen Zeitintervalle einen namen haben, wurden Gesteine, Die zwischen 570 und 505 Millionen Jahre alt sind als kambrisch bezeichnet (warum auch nicht ?). Die zeit nennt man demzufolge Kambrium. Soviel zum Namen. Da der BLC aber lieber in die Zukunft „reinschaut“ und nur sich insofern mit der Vergangenheit beschäftigt, als das er aus jener Rückschlüsse und Gesetzmässigkeiten auf die Gegenwart und Zukunft versucht umzusetzen traten wir ins Cambrian Hotel ohne allzugrosse Vorurteile. Zimmer gebucht. Essen, trinken, trinken, trinken.

Frühmorgens um 9 Uhr dann ein etwa halbstündiger Nieselregen. Schachu’s Allmorgend-licher Allergieanfall. Frühstück. Und dann geschahs, was Ihr alle noch gar nicht wisst (geschweige den vom Bruder Chairman). Die zukünftige Frau von Schachu steht vor uns und bringt uns Toast, Tee, fettige Würste und Dergleichen. Schachu’s Zukunft heisst also: Aberysthwith (ich hoffe ich schreibe Das richtig; er wird sicher vorher noch die Adressänderung durchgeben).

Aber wisst Ihr was das schlimmst ist ? Die arme Walliserin weiss es noch gar nicht, dass Sie bald zum Nachnamen Schlegel heisst.

Uebrigens die Absichten von Schachu sind klar business orientiert. Der BLC soll Ein Ableger in Wales bekommen. Es sollen möglichst viele kleine Menschen geben, die dann gross werden und spaeter selber wieder neue BLC members generieren u.s.w. Die rechtmässige uebernahme des Cambrian Hotel geschieht mit der Heirat. Da auch in Wales das patriarchat gilt, wird Schachu mit der Eheschliessung automatisch Besitzer des Hotels.

Zu Aberysthwith: Aberysthwith liegt in einer kleinen Meeresbucht mit vorgelagertem Kiesel-strand. Die erste Häuserzeile wurde in der viktorianischen zeit gebaut.

Soweit mal gut.

Die Rückfahrt führte über die Black Hills nach Briston über ein Riesenviadukt, welches ein Aestuar „überbrückt“ nach Hastings.

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In Hasting fand ich das wonach francois ein Leben lang suchte. Ein Hotelzimmer, 15 m lang und 2 m breit. 2 Betten hinter einander.
Uebrigens gibts nur Neonlicht.

Ideal mit einer Frau, von der man nichts wissen will. Erstens liegen die Betten hinter-einander statt nebeneinander und zweitens wird das Neonlicht jede Lüge oder krummer Gedanke ausleuchten.

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Hasting, ein „antiker“ Badeklassiker und moderne Vergnügungshochburg der Londonesen.

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Die weitere Rückfahrt führte über Calais, Metz nach Epinal. Abendessen Pizza (Pfuiteufel, die Franzosen können einfach
keine Pizza machen). Anderntags durch die Vogesen nach Basilensis und schliesslich in die Metropole Turizensis.