BLC-Travel Prag – 24.-26.11.2017

Dieses Jahr führt uns die traditionelle BLC Reise nach Prag. Nachfolgend einige Eindrücke während der Reise entstanden.

Der Flug verlief ohne Probleme, in Prag angekommen wurde uns sofort ein Grossraumtaxi organisiert welches uns direkt ins Zentrum zu unserem Hotel brachte.

Im Hotel gab es einen gratis Welcome Drink in Form eines schönen Pilsener Urquells, bevor wir uns auf einen kleinen Stadtrundgang begaben.

Erstes Ziel war die Karlsbrücke, die wir nicht ganz alleine überquerten. Sehr schöne Aussicht auf die Stadt auf beiden Seiten der Moldau.

Nach der Überquerung der Brücke fanden wir ein nettes Restaurant in dem wir uns ein dunkles Bernard gönnten, ebenfalls ein lokales Bier.

Danach begaben wir uns per Taxi zu dem Lokal in dem wir unser Abendessen reserviert haben. Nachdem wir im „La Rotonde“ (http://larotonde.cz) Platz genommen hatten, studierten wir die Speisekarte. Das war nicht ganz einfach, das Angebot bestand aus 5 oder 6 Gängen mit der Wahlfreiheit beim Hauptgang. Die Entscheidung fiel uns nicht ganz leicht, deshalb entschieden wir uns für sowohl als auch. Also nahmen wir alles inkl. Beider Hauptgänge. Und dazu tschechischen Wein, der war wirklich gut. Das Essen war fantastisch, der Service auch, ausser dass sie das Timing mit dem Wein nicht so im Griff, aber aufgrund der Qualität im Allgemeinen konnten wir das verschmerzen.

Am zweiten Tag spazierten wir nach einem ausgiebigen Frühstück zur Prager Burg hinauf. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick über Prag. Allerdings muss man sich den Eintritt in die Burg hart verdienen, eine lange Warteschlange für die Sicherheitskontrolle, beinahe wie am Flughafen.

Danach fanden wir ein gemütliches Restaurant in einem Kellergewölbe und haben dort typisch tschechisch gegessen.

In Prag darf natürlich auch ein Besuch des berühmten U Fleku nicht fehlen. Kaum hingesetzt, schon hat man ein schwarzes Bier vor sich. Bestellen muss man hier nicht, man muss nur sagen wenn man nichts mehr will. Ebenso geht es mit dem Becherovka…

Hockstübli ade

Hockstübli ade,

Hockstübli ade,
Bienen summen weiter
Mohn gibt's auf dem Felde
das stimmt uns heiter

 

Das traditionelle Hockstübli ist nach über 30 Jahren gestorben. Neu befindet sich dort das Lochergut Bistro. Es ist nur tagsüber offen, was äusserst vorteilhaft ist, weil man dann nicht mehr in Versuchung kommt dort eines oder mehrere zu kippen.

Konsultierte Literatur für diesen Bericht:

Erlebnissberichte jüngeren Datums: http://www.nzz.ch/von-vorgestern-1.10571537

Bilder mit VIP Menschen: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1416267981956299.1073741829.1398644557051975&type=3

http://www.gedicht-schreiben.de/

Treue Sau 2015

Wie jedes Jahr wurden anlässlich des BLC-X-MAS die besten und schlechtesten Members des abgelaufenen Jahres ausgezeichnet.

Treue Sau 2015

Gemeinsam zur «Co-Treuen-Sau 2015» ernannt wurden Ivo und Oli. Beide haben an 11 von 12 Sitzungen teilgenommen. Herzliche Gratulation!

Auch auf den hinteren Plätzen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Chair und NSF teilen sich den weniger begehrten Titel der «Untreuen-Sau-2015». Sie waren nur bei bei 7 Sitzungen anwesend…

BLC-Treue-Sau Preisträger

Zum «F3-2015» wurde Udo Jürgens ernannt für sein Lebenswerk.

F3 09-2014 an freundlichen Barkeeper

Wie eingefleischte Fans und Members des BLC wissen, zeichnen wir jeweils an unseren Sitzungen jemanden mit dem F3 des Monats aus. Damit diese langjährige Tradition auch etwas besser wahrgenommen wird, haben wir uns entschlossen, dieser denkwürdigen Ehrung auch den entsprechenden Platz auf unserer Homepage zu reservieren. Somit wird in Zukunft der gewählte F3 mit einem kleinen Artikel an dieser Stelle gewürdigt.

Da Entscheidungen im Business Lunch Club grundsätzlich auf Gegenstimmen basieren, gibt es hier natürlich auch Platz für den oder die Gegner des siegreichen F3-Vorschlags.

Diesen Monat geht unsere Auszeichnung an:

den freundlichen Barkeeper im Oli T.

der unsere immer wieder knappe finanzielle Situation (auch wenn wir noch nie rote Zahlen schreiben mussten) erkannt hatte und uns in Form von leicht subventionierten Guinness unter die Arme griff. Ob er den Restbetrag aus seiner eigenen Tasche bezahlt hat entzieht sich unserer Kenntnis.

In Anbetracht des äusserst hohen Geldbetrages den wir in den vergangenen Jahren schon ins Oli T. getragen haben finden wir das sehr fair und verdanken es hiermit aus ganzem Herzen!

Obendrein wurden wir noch jeder mit einem Original Guinness Pint Glas beschenkt was ebenfalls grosse Freude unter den Members auslöste. Der Schreibende hat es dann allerdings infolge löchrigen Hirnes im Zug liegengelassen…

Viele fragen sich nun, wie man den zum F3 des Monats gewählt werden kann. Das ist grundsätzlich ganz einfach. Sie müssen einem unserer Mitglieder auffallen, ganz egal ob positiv oder negativ, wir wissen beides zu schätzen. Auffallen kann man direkt mit persönlichen Gesten oder Aussagen gegenüber dem gewöhnlichen BLC-Member oder wenn man es schafft dass man in einer oder mehreren schweizer Zeitungen für aussergewöhnliche Leistungen aller Art gewürdigt wird.

Seiens Sie mit uns gespannt auf den nächsten F3, der schon bald hier bekannt gegeben wird.

Das Geheimnis der Zahl 11

Keine andere Schweizer Stadt hat einen solchen Zahlenspleen wie Solothurn. Doch was ist dran an dieser 11?

Der Business Lunch Club besuchte in der Vergangenheit ja auch schon die Stadt Solothurn, vor allem die Öufi-Brauerei welche die Zahl 11 im Logo hat und in diesem Artikel ebenfalls erwähnt wird.

Quelle: Schweiz am Sonntag, 19.01.2014, von Gregor Waser

Leicht verrückt sind sie ja schon, die Solothurner. Andere Städte werfen zwar auch ab und zu einen Blick auf bestimmte Zahlen: Basel etwa, wenn es darum geht, die Tage bis zum Fasnachtsbeginn zu zählen; oder Zürich, beim Zählen der mittlerweile 233 Derbys zwischen GC und dem FCZ; oder St. Gallen, mit der Festlegung des Gewichtes der Olma-Bratwurst bei 160Gramm.
Doch so magisch und allgegenwärtige wie die 11 in Solothurn ist nirgends sonst eine Zahl. Und zwar schon seit langem – und über die Jahre weg in zunehmendem Mass.
11 Kirchen gibt es in der Kantonshauptstadt zu bestaunen und 11 Kapellen. In der Sankt-Ursen-Kathedrale gibts 11 Glocken, 11 Altäre, 11 Türen. Solothurn hat 11 Stadtplätze, 11 Steinbrüche, 11 Tore, 11 historische Brunnen und 11 Schanzen. Und Solothurn soll der 11. Stand der Eidgenossenschaft sein.
Über den Ursprung gibt es verschiedene Quellen. 1988, zur 1000-Jahr-Feier der Solothurner Märkte und zur Austragung der Solothurner Herbstschau – der elften, versteht sich – wurde ein vom Journalisten Werner Berger geschriebenes Büchlein zum Thema herausgebracht.
Daraus geht hervor, dass Solothurn 1252 erstmals geschichtlich erwähnt wurde und bald darauf über 11 Ratsmitglieder verfügte.

MIT DER STADTGESCHICHTE täglich konfrontiert und bestens vertraut ist Marie-Christine Egger. Seit Ende der 80er-Jahren führt sie Stadtführungen durch, in der Regel Theaterführung, bei denen sie sich mit Kostümen vergangener Zeiten kleidet und in «Ich»-Form erzählt und Touristen und Interessierte durch ihre Stadt führt. Eine ihrer Lieblingsrollen ist die der Madame de Coin, einer Patrizierdame, mit Reifrock und Perücke. Dabei erzählt sie vom prunkvollen Leben am Ambassadorenhof, von Puder und Parasiten.
In einer weiteren Rolle führt sie als Marketenderin mit der Trommelflöte durch die Gassen der Stadt. Und als Bettelweib erzählt sie aus der Unterschicht.
Total verfügt sie über –nein, nicht 11, sondern 30 verschiedene Kostüme.
Auf den Ursprung der Zahl 11 angesprochen, sagt Marie-Christine Egger, dass dieser bei den Zünften liege: «Im 14. Jahrhundert haben die Bürger 11 Zünfte gegründet. Und die wiederum haben dann 11 Alträte gestellt und in der St.-Ursen-Kathedrale 11 Altäre aufstellen lassen». Und sie taucht ein in vergangene Zeiten, erzählt vom keltischen Ursprung, wie die Römer Castrum Salodurum gründeten, von den Stadtheiligen Urs und Viktor, die enthauptet wurden, den Reliquien, der Wallfahrt und dem Einzug des königlichen Hochburgunds.
«Wir haben hier 2000 Jahre Weltgeschichte auf kleinstemRaum. Hier drehe ich mich dreimal um und kann dreimal etwas erzählen», sagt Marie-Christine Egger.Die Kompaktheit sei enorm.

AUF DIE 11 ZÜNFTE folgten also die 11 Alträte, daraufhin zweimal 11 Jungräte, dreimal 11 Kleinräte, sechsmal 11 Grossräte – und dann nahm der Solothurner Elferfokus zunehmends eine Eigendynamik an, bis zur spielerisch-kreativen Auslegung.
So ist denn Solothurn streng genommen nicht der elfte Stand der Eidgenossenschaft.
Denn auf die achtörtige Eidgenossenschaft folgten 1481 Freiburg und Solothurn, vorerst mit eingeschränkten Rechten. 1501 trat Basel ein und wurde den beiden in der Reihenfolge dann aber vorangestellt. Dadurch rückte Solothurn in den elften Rang.
Auch Marie-Christine Egger nimmt die Zahlenmanie mit einem Schmunzeln: «Ja, mit einem bisschen Fantasie lassen sich elf Brunnen zählen, wobei wir noch ein paar weitere haben.» Um die 50 Brunnen dürften es heute sein.
Doch was historische Brunnen betrifft, stimmt die Zahl. «Das vermutliche Bestreben Solothurns, seine monumentalen öffentlichen Brunnen auf 11 zu steigern, brachte es mit sich, dass es im Verhältnis zu seiner Grösse unter allen Schweizer Städten die brunnenreichste wurde», schreibt Fritz Wyss in seinem Buch «Die Stadt Solothurn».

DAS MEISTERWERK der «magischen 11» bildet die St.-Ursen-Kathedrale. Der Baumeister Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona war 1762 von der Elfer-Atmosphäre dermassen angetan, dass er die Kirche darauf abstimmte. So misst der Glockenturm 6 x 11 Meter, im Turm hängen 11 Glocken und 11 Altäre schmücken die Kathedrale, die nur von einem einzigen Platz im Hauptgang sichtbar sind: vom elften schwarzen Stein aus. Auch der Künstler Paul Gugelmann liess sich von der Zahl inspirieren und schuf 1999 die «Solothurner Uhr»: Sie ist an der West-Fassade der UBS-Filiale am Amtshausplatz befestigt. Sie zählt nur elf Ziffern und um elf Uhr bimmeln die Glocken das Solothurner Lied.
Ob Historie, Magie oder Spleen, an der 11 führt in Solothurn kein Weg vorbei.
Die lokale Öufi Brauerei stellt Öufi-Biere und Öufi-Whisky her. Die «Grüne 11» nennt sich die Nachhaltigkeitsinitiative beim FC Solothurn, über dessen Anzahl Spieler pro Mannschaft wir uns an dieser Stelle aber nicht äussern.
Marie-Christine Egger führt zwar nicht eigens eine Elfer-Führung durch, doch sie baut die Thematik insbesondere bei den Mittelalter-Führungen ein (www.solothurn-stadtfuehrungen.ch). Für sie eines der spannendsten «Öufis» ist im Naturmuseum, einem der elf Solothurner Museen, auszumachen: «Das Foucaultsche Pendel bewegt sich hier jede Stunde um elf Grad».

«Im Überfluss kann man Feste feiern»

Der Münchner Zoologe und Evolutionsbiologe Josef Reichholf meint herausgefunden zu haben, warum die Menschen vor 12 000 Jahren sesshaft wurden: Am Anfang stand nicht Brot, sondern Bier!

Interview: Kathrin Meier-Rust

NZZ am Sonntag: Herr Reichholf, Sie sind Zoologe und Evolutionsbiologe. Nun haben Sie ein Buch geschrieben zur Kulturgeschichte des Menschen – ist das wissenschaftlich legitim?

Josef Reichholf: Die Evolutionsbiologie ist eine historische Wissenschaft, denn Evolution ist ein Prozess in der Zeit, und sie arbeitet mit Themen, die nicht wiederholbar sind, wie alle Geschichte, die menschliche mit eingeschlossen. Das führt dazu, dass sich die Fragen und Methoden gleichen: Es geht um Datierungen, um die Erfassung von Umständen, die sich ändern. Deshalb ist die alte Bezeichnung Naturgeschichte viel zutreffender als das moderne Life Science.

Von dieser Naturgeschichte schlagen Sie nun den Bogen zur Kulturgeschichte des Menschen, die mit der sogenannten Neolithischen Revolution etwa vor 12 000 Jahren beginnt, damit nämlich, dass die Menschen sesshaft wurden.

In der Naturgeschichte ist der Mensch zunächst ein Lebewesen wie alle anderen, das dann allerdings besonders erfolgreich wird. Wie später, wenn die Menschen sesshaft werden, stellt sich schon bei der Evolution des Homo sapiens die Frage: Was verursacht diese grossen Übergänge, die grossen Neuerungen? Die gängige Erklärung in der Evolutionsbiologie lautete bisher immer: Zwang aufgrund von Mangel. Weil die Tropenwälder, in denen die Primaten lebten, aus klimatischen Gründen schrumpften, wurde der Lebensraum knapp für unsere frühesten Vorfahren, und sie mussten deshalb hinaus in die Savanne und wurden dort im hohen Gras zum aufrechten Gang gezwungen.

Klingt doch recht plausibel?

Meine Erklärung geht von völlig anderen Voraussetzungen aus. Weil sich die Savannen in Afrika aus klimatischen Gründen so weit ausbreiteten und überaus reich an Grosswild wurden, war dieser Lebensraum für Primaten besonders attraktiv, die in den Wäldern immer unter der Knappheit von Eiweiss litten. Neue Ressourcen ändern das Verhalten und ermöglichen damit auch Entwicklung. Die evolutionsbiologische Währung dafür ist der Fortpflanzungserfolg: Steinzeitmenschen hatten mindestens doppelt so viele Kinder wie die uns nächstverwandten Schimpansen.

Also eine höchst erfolgreich angepasste Art. Das Sesshaftwerden dagegen brachte, wie wir heute wissen, grosse Nachteile: Harte Arbeit, Infektionskrankheiten und Missernten liessen Körpergrösse und Lebenserwartung zurückgehen. Wo bleibt der Vorteil?

Gerade deshalb hat mich die gängige Erklärung der Sesshaftigkeit nicht befriedigt. Auch diese folgt nämlich wieder dem Gesetz des Zwangs durch Mangel: In der letzten Eiszeit wurde das Jagdwild so viel seltener, dass die Menschen gezwungen waren, winzige harte Gräsersamen zu kauen – wie sollen da ganze Menschengruppen in nützlicher Frist satt werden?

Was brachte Sie auf eine neue Fährte?

Ackerbau und Viehzucht sind bekanntlich zum ersten Mal im sogenannten fruchtbaren Halbmond entstanden. Ich überlegte mir als Ökologe, was diese Bezeichnung eigentlich heisst. Wo der Boden fruchtbar ist, wachsen einjährige Gräser in Massen, und das wiederum ergibt bestes Weideland für jene Tiere, die die Menschen gejagt haben. Da muss es also nicht Mangel, sondern Überfluss an Fleisch gegeben haben, ganze lebende Fleischberge haben sich da getummelt. Es gab also keinerlei Notwendigkeit für die Menschen, auf das Kauen von harten Grassamen umzusteigen. Im Gegenteil: Wenn Überfluss herrscht, kann man es sich leisten, Feste zu feiern. Weil man nicht unter Zeit- und Energiemangel leidet, kann man Tätigkeiten auszuüben, die Zeit und Energie kosten. Und wenn unter solchen Bedingungen Körner gesammelt werden, um sie zu Bier zu verbrauen – dann geht das prächtig auf.

Damit sind wir bei Ihrer These: Am Anfang war das Bier. Darauf kann nur ein Forscher aus München kommen.

Das haben die Zuhörer meiner ersten Vorträge auch gesagt. Tatsächlich kann aber die Hypothese, dass die ersten Körner nicht zum Brotbacken, sondern zum Herstellen von alkoholischen Rauschgetränken für Fest oder Kult gebraucht wurden, vieles erklären. Zum Beispiel, warum schon die ersten Anfänge des Ackerbaus gleich etwas gebracht haben, bevor das Getreide durch Züchtung ertragreicher wurde. Man kann ja schon mit wenigen Körnern Bier brauen, ohne die Spelzen vom Korn trennen zu müssen, die alkoholische Gärung entsteht von selbst. Auch erklärt dieser Gebrauch von Körnern die Tatsache, dass die ersten archäologischen Funde von Getreidekörnern um viele Hunderte, ja Tausende von Jahren älter sind als der erste Nachweis von Getreideanbau – und zwar in allen Kulturen und bei allen Getreidesorten.

Wie erklären Sie die ersten Siedlungen?

Alle frühesten uns bekannten menschlichen Bauten, wie zum Beispiel Göbekli Tepe in der Südtürkei, haben eindeutig dem Kult und damit dem Feiern von Festen gedient. Und wir haben noch einen weiteren interessanten Befund: Alle Ackerbaukulturen sind alkoholtoleranter als Jäger-Sammler-Kulturen. Das Feuerwasser hat bekanntlich den Indianern mehr zugesetzt als die Gewehre. Indios und Aborigines können dagegen mit Rauschdrogen besser umgehen: mit Tabak, Hanf oder Meskalin. Wie bei der Toleranz von Milch handelt es sich um frühe genetische Spezialisierungen.

Menschen hätten also Körner zunächst angepflanzt, um Bier zu brauen – bis die Erträge grösser wurden und sie dann auch das Brotbacken entdeckten?

Genau das meine ich! Über Jahrhunderte gebrauchten Nomaden bereits Körner für alkoholische Fest-Getränke, lange bevor die ersten Gruppen sesshaft wurden. Auch bei der Nutzung von Äpfeln und Birnen stand wohl die Mosterzeugung im Vordergrund, denn die Wildformen waren bitter und kaum geniessbar.

Ist die Vorgeschichte des Menschen eine Art Tatort, wo sich Forscher auf kriminalistische Spurensuche begeben können und aufgrund einer Indizienkette einen Beweis vorlegen?

Im Prinzip schon, wir haben ja keine andere Chance. In der Geschichte ist es aber genauso, selbst schriftlichen Quellen kann man ja nicht einfach trauen. Es braucht Quellenkritik.

Wie betreibt man Quellenkritik in der Naturgeschichte?

Mir geht es um Plausibilität der Erklärungen von grossen Neuerungen. Ich sage schlicht: Nicht der Mangel, sondern Überfluss erlaubt Neuerungen. Und zweitens: Eine Erfindung, die sich über längere Zeit hält und weiterentwickelt, muss langdauernde Vorteile gebracht haben. Hungernde Menschen haben sicherlich auch mal Regenwürmer gegessen. Aber offenbar brachte es auf Dauer keine Vorteile. Ganz im Gegensatz zum Biertrinken.

Muss ein Wissenschafter erst ein gewisses Alter und eine Reputation haben, um ein populärwissenschaftliches Buch zu einem breiten Thema zu schreiben?

Es ist typisch für Naturwissenschafter, sich zunächst extrem zu spezialisieren. Man weiss dann zwar absolut alles von fast nichts, aber es interessiert keinen. Dafür braucht man keine Angst vor Kritik zu haben. Diese Überspezialisierung führt fast zwangsweise dazu, dass man in anderen Bereichen wenig mitbekommt und dann umso mehr Angst hat, in die Breite zu gehen – man könnte sich ja blamieren.

Sie fürchten nicht, dass die Spezialisten nun Ihr Buch nach Strich und Faden auseinandernehmen?

Genau das ist mein wissenschaftliches Ziel: dass sich die Vor- und Frühgeschichtsforscher und die Archäologen mit neuen Ideen aus anderen Disziplinen auseinandersetzen müssen.

Sie mögen offenbar Grenzüberschreitungen?

Ganz gewiss. Mein grosses Vorbild ist der Schweizer Biologe Adolf Portmann! Gegner von Grenzüberschreitungen sind von vorgestern. Die klassischen Claims der Goldsucher gibt es in der Wissenschaft längst nicht mehr.

«In der Savanne gab es nicht Mangel, sondern Überfluss an Fleisch, da tummelten sich ganze lebende Fleischberge.»

Josef H. Reichholf
Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München. Seine ökologischen Forschungen und ausgedehnten Forschungsreisen weltweit haben ihn zu einer hochgradig vernetzten Betrachtung der Naturgeschichte und der heutigen Situation unserer Erde geführt. Schon in «Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends» (2007) befasste sich Reichholf mit der Geschichte. Im soeben erschienenen Buch «Warum die Menschen sesshaft wurden» (Fischer, 2008) erklärt er deren Anfänge. (kmr.)

Quelle: NZZ Online

Erfolgreiche Unternehmenskulturen

Grosse Diversität an Kompetenzen, individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten von Mitarbeitern zahlt sich aus. Zahlreiche neuere Studien belegen, dass eine hohe Diversität in der Firmenkultur innerhalb einer Unternehmung einen nicht zu unterschätzenden Erfolgsfaktor darstellen. Während in der Vergangenheit der Erfolg eines Unternehmens auf Konformität und Anpassung ausgerichtet war, zeichnet sich im Zuge der Globalisierung mehr und mehr die Vielfalt im Betrieb in Form von Erfolg und Gewinn ab. Die Vielfalt an Kulturen und Kompetenzen und verschiedenen anderen Ausprägungen von Mitarbeitern hilft uns Märkte besser zu verstehen, um langfristig erfolgreich zu bestehen. Der BLC (BusinessLunchClub) setzt Trends und hat seit seiner Gruendung im Jahre 1999 stets grossen Wert auf Vielfalt gelegt. Eine gewisse Ausgewogenheit sei von nöten, betont ein Mitglied, spezialisiert auf interne Streitigkeiten und führt weiter aus: „man fülle nicht den Kruge bis er bricht“. Mit anderen Worten, Teamfähigkeit sei trotz grössten Unterschieden bei den Mitgliedern von grösster Bedeutung. Dies werde bei der Auslese von Mitgliedern auch stets beachtet. Neues KnowHow wurde aktiv gesucht und anschliessend rekrutiert, ausgebildet und in den BLC aufgenommen. In den meisten Fällen sei es den Neumitgliedern gelungen sich langjährig dem Druck und den Anforderungen des BLC’s zu behaupten. In einem Fall sei es trotz rigorosen Vortests und akribisch genauen psychologischen Gutachten vorgekommen, dass das Mitglied ausscheiden musste. Die grosse Vielfalt an Kompetenzen im BLC erklärt weshalb der Erfolg nicht nur national in verschiedenen Sparten, sondern neu eben auch auf europäischen Märkten vonstatten geht. Die zahlreichen internen Workshops, Meetings und Weiterbildungskurse vertiefen neben reinen Fachaspekten auch die gegenseitigen Beziehungen der Mitarbeitern. Die Vielfalt an Kompetenzen, individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten werden bei diesen Anlässen zu jener durchschlagenden Kraft vereinigt, die es braucht um jenen Erfolg zu erlangen, wie es der BLC seit Jahren vormacht.

Entwicklungen und Trends im BLC (www.businesslunchclub.ch)

Der BLC (Business Lunch Club) blickt auf eine traditionsreiche und erfolgreiche Vergangenheit zurück. Die Zukunft verspricht Wachstum und Erfolg. Der BLC (Business Lunch Club) kann auf eine traditionsreiche und erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Seit seiner Gründung im Jahre 1999 hat sich der Club trotz turbulenten wirtschaftlichen Phasen zu Beginn dieses Jahrtausends stets vergrössert: steigende Mitgliederzahlen und steigende finanzielle Umsätze zeugen von einer erfolgreichen Geschäftspolitik.Der BLC war stets bedacht auf Nachhaltigkeit und Kontinuität. Der Finanzminister betont, dass eines der erfolgreichen Konzepte die Einfachheit der numismatischen Grundsätze sei. Er führt weiter aus, dass es seit seiner Amtszeit nie zu finanziellen Engpässen gekommen sei. Auch die jüngst in die Medien geratene Hypothekarkrise in den USA ging am BLC ohne nennenswerten Verlust vorbei. Überhaupt scheint das Unternehmen auf wirtschaftliche Rezession hin immun zu sein. Die Business Prozesse sind seit dem Gründungsjahr dieselben geblieben.Ein Business Process Reengineering war nie nötig gewesen betont ein Mitglied aus den frühen Gründungsjahren des BLC’s, zuständig für interne Unstimmigkeiten. Seit Beginn konnte der BLC sich stets rasch und fexibel an neue Trends anpassen oder viel häufiger sie selbst bestimmen und steuern. Ursprünglich konzentrierten sich die wirtschaftlichen Beziehungen auf den Raum Zürich. Eine solide wirtschaftliche Basis wurde rasch aufgebaut, sodass bereits in den fruehen Jahren dieses Jahrtausends ein eigenes solides Sozialwerk auf die Beine gestellt werden konnte. Es sei aber nicht unerwähnt, dass in jener Zeit ein Partnerprojekt im Raum Solothurn kläglich scheitern musste, da die Anforderungen und Erwartungen des BLC nicht erfüllt werden konnte. Die wirtschaftlichen Beziehungen ausserhalb des Wirtschaftsraums Zürich häuften sich und es entstanden zahlreiche Meetings und Events im nationalen Rahmen, wo der BLC sich landesweit einen gewissen Namen verschaffte. Seit einigen Jahren werden immer mehr Aktivitäten grenzübergreifend getätigt. Als jüngstes Beispiel sei Deutschland erwähnt. Dort kann der BLC in seinem Segment als Marktleader bezeichnet werden. Ein Ausbleiben von regulären Auftritten führt dort bereits zu bedenklichen Anmerkungen der Bewohner. Der BLC hat den nächsten Coup bereits geplant: es zeichnen sich Aktiväten im englischen Sprachraum ab. Der BLC plant ab November verstärkt Aktivitäten in Irland zu tätigen. Eine Delegation wird dort bei einem Kick-Off Meeting versuchen die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wohin führt die Zukunft des BLC ? Ein zaghaftes Schmunzeln eines auf interne Streitigkeiten spezialisierten Mitglieds, aber mehr war nicht zu vernehmen.